Vom Gemeindehaus zum MehrgenerationenhausEin Workshop zum Landeslektorentag 2018

Der diesjährige Landeslektorentag fand am 26. August zum Thema „Weitergabe desEvangeliums in einer offenen, sich verändernden Gesellschaft"in Hofgeismar statt.

Der Titel des Workshops von Frau Becker-Kasper lautete: „Chancen und Möglichkeiten in denGenerationenbeziehungen". Dazu lautete ihre Einleitung: „Was lange Zeitvöllig normal war –unterschiedliche Generationen wohnten und lebten gemeinsam und profitiertenvoneinander – ist heute eine Ausnahme. Durch den gesellschaftlichen Wandel schwindet dasMiteinander der Generationen, wodurch Erfahrungswissen, soziale Fähigkeiten undgegenseitiges Verständnis ebenfalls abnehmen Heute braucht es oft einen Anlass, damit Altund Jung zusammenkommen, voneinander lernen und sich so besser kennenlernen undverstehen können. Dazu braucht es Orte sinnstiftender Begegnung der Generationen.Entdecken Sie den Dialog der Generationenin unsereKirche. Gestalten Sie ihn mit IhrenIdeen und Anregungen mit!"

Dieser Einladung sind über 20 Teilnehmende gefolgt. Mit ihren unterschiedlichenErfahrungen in den örtlichen - meist ländlichen - Kirchengemeinden haben sich dieTeilnehmenden sehr engagiert eingebracht. Nach einem kurzen Input und dem sichanschließendem Erfahrungsaustausch wurde in Arbeitsgruppen unter folgenden Fragenweiter nachgedacht:

- Wie gelingt es uns in der Kirche einen Dialog der Generationen zu gestalten?

- Welche Demografie-Strategie können wir vor Ort in den Kirchengemeinden initiieren?

- Wie erleben Sie den Dialog der Generationen in der Gesellschaft?

- Wie erleben Sie diesen in Ihrer Gemeinde vor Ort?

- Ist es bereits gelebte Praxis oder braucht es neue Impulse?

Die Ergebnisse der vier Arbeitsgruppen

Eine Tauschbörse für

Fahrdienste/Putzen/Spiele/Geschichten erzählen/Gartenarbeit/Interneteinführung/

Schnack/Hausaufgabenhilfe

Eine Vision zur Gemeindefest-Kultur - Organisatoren, die das ganze Fest im Blick haben:

Helfer/Geld/Zeit/Räume und Termin mit Catering durch die Männer- undFrauengruppen/ Senioren- und Konfirmandengruppe / Kindergarten, Kindergottesdienst undKindergruppe/Junge Kirche (Jugendhaus)/Chor mit offenem Singen

Ein Geburtstagsgottesdienst mit Kirchen-Cafè:

Persönliche Einladung bei runden Geburtstagen / kleines Geschenk / Persönliche Einsegnung

Eine Wander-Andacht:

Ansprechende Zeit/gut begehbare Wege (Rollator/Kinderwagen)/Begleitfahrzeug/Thema/Aktionen auf dem Weg und am Ziel/Helfergruppen

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Das sind tolle Ergebnisse, die in relativ kurzer Zeit entstanden sind. Ideen, die aus der Mitteunserer Kirche kommen und sich wirklich sehen lassen können. Mit viel Energie undMotivation sind die Teilnehmenden wieder zurück in ihre örtlichen Gemeinden. Es ist ihnenund den Gemeinden zu wünschen, dass wenigsten ein Teil dieser Ideen für das Miteinanderder Generationen auch umgesetzt werden. Viel öfter sollten solche Werkstätten undWorkshops auch vor Ort initiiert werden. Diese zu beraten und zu begleiten gehört zumPortfolio des Seniorenreferats.

Auszug aus dem Einstiegsimpuls von Frau Becker-Kasper:

Der Generationendialog: Alt-Jung-Projekte und -Initiativen für den gesellschaftlichenZusammenhalt

Die „Entwicklung von Angeboten nur für Ältere bzw. nur für Jüngere" ist ein Auslaufmodell. InZukunft werden zusätzlich die Potentiale der Generationen verstärkt zum Tragen kommen –gemeinsam unterwegs mit allen Generationen.

Ziel ist es, in unserer älter werdenden Gesellschaft allen ein gutes Leben und Zusammenleben zuermöglichen . . .

Unsere Aufgabe als Kirche wird darin bestehen, Engagement zu ermöglichen und zu unterstützendurch (Fort-)Bildung, Bereitstellung und Organisation von Ressourcen, durch Vernetzung undKoordination . . .

Quelle: HNA Hofgeismar, 27. August 2018