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Seniorenreferat Evangelische Kirche in Kassel

Kontaktpflege und Kommunikation in Facebook und Co

Die Ereignisse überschlagen sich - täglich sind neue Sensationsmeldungen in der Tagespresse zu lesen: Facebook führt die Chronik ein, Google verbindet alle seine einzelnen Dienste zu einem einzigen großen Angebot, in Twitter gibt es jetzt Unternehmensprofile - das sind nur Auszüge aus den Meldungen der letzten Tage. NutzerInnen kommen oftmals nicht mehr hinterher, all diesen Informationen zu folgen und sie richtig einzuordnen -  zumal viele der Meldungen nicht von großer Sachkenntnis getrübt sind, geschweige denn einen Kontext herstellen. Die Relevanz der Informationen bleibt Privat-NutzerInnen oftmals verborgen, die Meldungen verunsichern mehr als sie klären.

Unbestreitbar bieten Soziale Netzwerke bequeme, preisgünstige und früher ungeahnte Möglichkeiten zur Kommunikation mit Einzelpersonen, Gruppen oder der Öffentlichkeit. Dabei ist das Ende dieser Entwicklung noch lange nicht abzusehen - im Gegenteil kommen täglich neue Dienste und Funktionen hinzu. Längst kann eine Privatperson nicht mehr alle Funktionen kennen und nutzen, sondern muss aus dem großen Pool der Möglichkeiten zielgerichtet das aussuchen, was sie tatsächlich braucht. Das macht es nicht einfacher, denn: Wo ist die Funktion enthalten, die ich benötige? Und woher weiß ich, dass ich mir dadurch nicht einen Nachteil einhandle?

Die Nutzung von Sozialen Netzwerken hat grundsätzlich erst mal zwei Seiten:

a)      Die technische Seite

b)      Die NutzerInnen-Seite

Auf der technischen Seite sind alle Vor- und Nachteile zu sehen, die die jeweilige Plattform bereitstellt: Funktionalitäten, Nutzerfreundlichkeit, Privatsphäre, Datenschutz, Werbung etc. Die Auswahl des Netzwerkes, in dem sich ein/e NutzerIn bewegen möchte, orientiert sich allerdings nicht nur an diesen Grundlagen, sondern auch daran, ob die Menschen, mit denen kommuniziert werden soll, sich in einem bestimmten Medium bewegen. Zur Zeit konzentriert sich da viel in Facebook, Google+, Twitter und einigen themenspezifischen Netzwerken.

Unabhängig davon haben die NutzerInnen aber selbst in der Hand, was und wieviel sie über sich selbst in diesen Netzwerken der Welt mitteilen - mit Hilfe von Einstellungen der Privatsphäre, den Angaben im Profil, der direkten Adressierung und der Inhalte. Hilfreich ist da immer: „Erst denken, dann posten!" Nur so lässt sich vermeiden, dass Tausende von Unbekannten plötzlich bei der eigenen Geburtstagsparty vor der Tür stehen.

Fragen über Fragen, denen sich die Referentin Christa Rahner-Göhring stellen will. Ihr Ziel ist es, den TeilnehmerInnen des Seminars die Angst vor Sozialen Netzwerken zu nehmen und ihnen Wege aufzuzeigen, wie sie die Kontrolle über ihre Aktivitäten weitestgehend behalten und immer bewusst entscheiden können, was sie womit als nächstes tun wollen, und wo sie aktuelle hilfreiche Informationen als Entscheidungsgrundlage herbekommen.