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Bloß nicht rosten: Besondere Kurse fördern Selbstständigkeit im Alter

Sylvia von Canstein am 21/03/2012 | Extra Tip
 

Manchmal gibt’s auch Hausaufgaben: Die Kursleiterinnen Charlotte Vortmann und Krimhilde Grebe haben selbst viel Spaß an ihren Kursen. Foto: Can

 

Kassel. So lange wie möglich selbstständig bleiben: Ein großes Ziel, für das jeder selbst etwas tun kann. Zum Beispiel am GRIPS-Kurs im eigenen Stadtteil teilnehmen. In Wolfsanger gibt es dieses Angebot seit 2008 und immer sind die Kurse gut besucht.

Das von der Evangelischen Kirche und der Stadt Kassel geförderte Projekt (siehe EXTRA INFO) verbessert nachweislich Konzentration, Gedächtnis, Koordination und Gleichgewicht. „Die Kombination ist wichtig“, sagt Charlotte Vortmann. „Aber auch an die Ernährungsumstellung im Alter muss man denken“, ergänzt Krimhilde Grebe. Gemeinsam leiten die beiden Frauen die Kurse von Anfang an. Sie vermitteln Lernstrategien, etwa wie man sich mehr merken kann, und geben Tipps zum Konzentrationstraining. „Hausaufgaben gibt es auch, denn die Übungen müssen regelmäßig gemacht werden“,  berichtet Krimhilde Grebe.

Verschiedene Übungen

Die Kurse sind klar strukturiert und beginnen mit Gedächtnisspielen. Danach gibt es Übungen zu Gleichgewicht, Kraft, Motorik und Sturzprofilaxe. Entspannungsübungen schließen sich an und auch Expertenvorträge werden regelmäßig angeboten, z. B. über Wohnen im Alter, Sicherheitstipps von der Kripo, Versorgungsvollmacht und vieles mehr. „Wichtig ist, dass unser Kurs Spaß macht und das Gehirn dabei fit bleibt“, betont Charlotte Vortmann. Zurzeit werden zwei Kurse mit je 12 Teilnehmern zwischen 65 und 90 Jahren in Wolfsanger angeboten.

Infos undd Kontakt: Krimhilde Grebe, Tel. 0561 – 8 70 96 55 und Charlotte Vortmann, Tel. 055 43 – 24 02. GRIPS im Gemeindehaus der Johanniskirche findet mittwochs von 10 bis 11.45 Uhr statt.

+ + + EXTRA INFO + + +

SimA-Methode
Das GRIPS-Projekt basiert auf den Kenntnissen der SimA-Methode (für selbstständig im Alter). Das Training wurde an der Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt und verzögert nachweislich die mit dem Älterwerden verbundenen gesundheitlichen Beschwerden. Die Kurse werden von ehrenamtlichen  Bürger geleitet, die eine von der Stadt und der Ev. Kirche Kassel gesponserte Ausbildung zum SimA-Trainer erhalten. Inzwischen gibt es ca. 50 aktive Kursleiterinnen, die in ihren Stadtteilen die GRIPS-Kurse leiten.