Kassel, 24. März 2004, EKiK

Die Evangelische Kirche in Kassel richtet zum 1. April ein Seniorenreferat ein. Die Arbeit des Referates soll eine zeitgemäße, fachlich kompetente und zukunftsorientierte Altenarbeit in der Evangelischen Kirche in Kassel gewährleisten.

Über 25 Prozent der Einwohner Kassels seien über 60 Jahre alt, so der geschäftsführende Dekan Dr. Eberhard Schwarz. "In manchen Kirchengemeinden ist heute schon jedes dritte Gemeindeglied über 60, und alle Anzeichen sprechen dafür, dass der Anteil älterer Bürgerinnen und Bürger wächst. Deshalb haben wir beschlossen unserer Arbeit für und mit älteren Menschen ein zukunftsträchtiges Konzept zugrunde zu legen, wozu die Einrichtung eines Seniorenreferates gehört", so Schwarz.

Die Aufgaben
Ein Schwerpunkt der Aufgaben ist die offene Altenarbeit, wie z.B. die Seniorenkreise in den Kirchengemeinden. Diese Kreise sollen stärker auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Senioren ausgerichtet und die Teilnehmer selbst an der inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung der Arbeit beteiligt werden. Da das Wohn- und soziale Umfeld in den Gemeinden je nach Stadtteil und Quartier verschieden ist, sind auch die Interessen und Bedürfnisse der dort ansässigen Senioren unterschiedlich. Auf diese Situation soll die Seniorenarbeit künftig abgestimmt werden. "Zur Umsetzung dieses Konzeptes steht den Kirchengemeinden das Seniorenreferat als Impulsgeber und Berater zur Seite", so Dekan Schwarz.
Nicht zu letzt geht es darum, die Träger kirchlicher Altenarbeit und deren Angebote zu vernetzen. Zu den Anbietern zählen neben den Kirchengemeinden, die Diakoniestationen, die Altenheimseelsorge, das Diakonische Werk Kassel mit seinem Demenzzentrum und das Hospiz.

"Zielgruppe der Arbeit sind Menschen in der zweiten Lebenshälfte, also ab 50 Jahre aufwärts", so Schwarz. 50- oder 60-Jährige würden sich sicher nicht als alt bezeichnen, so Schwarz. Seniorenarbeit heiße eben nicht nur Arbeit mit und für alte Menschen, sondern man wolle auch gemeinsam mit Menschen, die in absehbarer Zeit aus dem Arbeitsleben ausscheiden, Perspektiven für den Ruhestand entwickeln.
"Wie keine andere Institution können wir unsere Angebote flächendeckend und fußläufig in der ganzen Stadt in unseren Gemeindehäusern machen. Das ist ein großer Vorteil für die Menschen", so Schwarz.

Die Stelle im Seniorenreferat ist mit Mario Wiegel mit einem ausgewiesenen Fachmann in der Altenarbeit und langjährigen Mitarbeiter der Evangelischen Kirche in Kassel besetzt. Der diplomierte Sozial-Gerontologe und Diakon hat in Harleshausen das kommunale Stadtteilbüro "Älter werden" aufgebaut, das er noch bis 2005 leiten wird. Parallel dazu wird der 53-Jährige die Arbeit des Seniorenreferates der Evangelischen Kirche in Kassel aufbauen.

Die Einführung von Mario Wiegel in sein Amt findet am 6. Juni um 10 Uhr in der Erlöserkirche Harleshausen, Karlshafener Straße 4, durch Dekan Dr. Eberhard Schwarz mit anschließendem Empfang statt.